Druckarten

bei Azubi

In der Tapetenindustrie gibt es verschiedenen Produktionsverfahren, wenn du diese genauer kennenlernen möchtest, dann bist du hier genau richtig. Viel Spaß beim Lesen!

Tiefdruck

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Rotationsverfahren mit mehreren rotierenden Walzenrollen und Farben. Das gängigste Rotationsdruckprinzip ist der Tiefdruck. Hierfür sind hauptsächlich zwei Walzen von Bedeutung: Die Formzylinderwalze aus Kupfer besitzt ein eingraviertes oder geätztes Muster, die andere Walze übernimmt die Funktion des Gegendrucks. Die Farbe wird in die Vertiefungen (sogenannte Näpfchen) gedrückt. Die überschüssige Druckfarbe wird anschließend abgerakelt. Während des Drucks wird die Farbe durch Kapillarwirkung aus den Vertiefungen auf das Papier übertragen. Durch eine Musterübertragung mithilfe eines Rasters ist der Tiefdruck der qualitativ hochwertigste Druck. Papier- und Metalltapeten werden u.a. im Tiefdruck hergestellt.

Digitaldruck

Eine moderne Technik stellt der Digitaldruck dar. Bei diesem Druckverfahren sind schnelle Lieferzeiten und individuelle Designs möglich, da keine zusätzlichen Walzen oder Siebe hergestellt werden müssen. Ähnlich einem überdimensionalen Tintenstrahldrucker wird mit einem beweglichen Druckkopf das Druckmotiv direkt auf den späteren Wandbelag gedruckt. Es werden überwiegend latexbasierende Tinten eingesetzt, die sich neutral auf das Raumklima auswirken. Es können viele unterschiedliche Materialien bedruckt werden. Die Muster werden nach einer digitalen Vorlage (Dateiformate: JPG, PDF, o. Ä.) erstellt.

Siebdruck

Die Schablonendrucktechnik aus Zeiten der Handverarbeitung wurde weitgehend vom Siebdruckverfahren abgelöst. Eine Siebschablone besteht aus einem feinmaschigen Netz aus Gaze und wird mit einem Schablonennegativ belegt und anschließend belichtet. Nach der Belichtung kann die Farbe durch die belichteten Stellen auf das Papier dringen. Alle unbelichteten Stellen bleiben farbundurchlässig. Für Motive mit mehreren Farben wird pro Farbauftrag ein neues Sieb benötigt. Zum Druck wird der Rahmen auf der Vorrichtung justiert. Die Farbe wird mit einem Gummirakel gleichmäßig über die Fläche gestrichen. Der Siebdruck ermöglicht einen hohen Farb- bzw. Pastenauftrag, kann aber auch auf ungleichmäßigen und rauen Oberflächen angewandt werden und benötigt dabei wenig technisches Zubehör. So sind die Kosten für die Anschaffung eines Siebes im Vergleich zu einem Druckwalzensatz gering.3 Durch Verwendung einer Spezialpaste schäumt das Motiv unter hohen Temperaturen auf, wodurch eine reliefartige Wirkung entsteht. Insbesondere reliefartige Vinyltapeten werden daher im Siebdruckverfahren hergestellt.

Bild von verschiedenen Produktionsmaschinen bei A.S. Création Tapeten AG
Schaubild einer Produktionsmaschine bei A.S. Création Tapeten AG
Bunte Schläuche einer Produktionsmaschine bei A.S. Création Tapeten AG
Produktionsmaschine in Bearbeitung von einer bunten Tapete
Produktionsmaschine mit vielen bunten Tapeten

 

 

 

 

 

 

Für weitere Infos rund um das Thema Tapete, kannst du gerne digital durch unsere Broschüre „Tapetenwechsel“ blättern.

Viel Spaß beim Lesen!